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Hinter Sudweyhe, kurz vor dem Kirchweyher See
Bild 20- Bei Sudweyhe
Kirchweyher See, Einmündung Süstedter Bach
Bild 21 - Anfang des Kirchweyher Sees
Kirche und See bei Kirchweyhe
Bild 22 - Kirchweyher Kirche
Kirchweyher See / Ochtum
Bild 23 - Kirchweyher See / Ochtum  

Empfohlene Links:

Weyhe

NLWK
Niedersächsischer
Landesbetrieb für
Wasserwirtschaft
und Küstenschutz

Der Süstedter Bach (8)

 Bei Kirchweyhe fließt der Süstedter Bach in den Kirchweyher See. Zusammen mit der Hache, die ebenfalls in den See mündet, bilden beide Bäche nun die Ochtum, die bei Altenesch in der Weser mündet. Von seinem Quellgebiet bis in den Kirchweyher See hat der Süstedter Bach ca. 19 Kilometer zurückgelegt.

 

Süstedter Bach nur noch Entwässerungskanal?

Auch wenn der Süstedter Bach uns noch ein paar idyllische Anblicke bietet, ist er auf weiten Strecken nur ein Entwässerungsgraben, der weder in seiner Wassequalität noch in seiner Struktur einem Bach gleicht.
Auf dem ersten Kilometer, also die Strecke im Ort, ist das Wasser nur mäßig belastet (Gewässergüteklasse II), was noch als gut bezeichnet werden kann.
In seiner Struktur ist der Bach dort aber abschnittsweise stark geschädigt, er ist dort

in seiner Linienführung verändert und durch massive bauliche Eingriffe in seiner dynamischen Eigenentwicklung beeinträchtigt.
Diese "massiven baulichen Eingriffe" sind aber nicht erst im 20. Jahrhundert enstanden,sondern schon früher, denn damit ist auch die Anlage von Mühlen und die dadurch geänderte Linienführung gemeint. Da in einem bebauten Dorfgebiet solche Veränderungen immer stattgefunden haben, sollte man dies nicht zu kritisch betrachten. Natur und Zivilisation haben hier einen Kompromiss bilden müssen. Außerdem haben die dadurch entstandenen Teiche auch ihren Reiz und ihren ökologischen Nutzen.

Drastischer sind allerdings die Veränderungen, die der Bach vom Ortsausgang hin bis nach Kirchweyhe erleiden mußte.
Statt sich gemütlich durch die Landschaft zu schlängeln, ist der Bach nun in einem tiefausgeschnittenen, trapezförmigen Graben eingezwängt.
Dort kann er sein Ufer nicht mehr selbst gestalten, keine verschienenen Strömungsbereiche, Flachwasserzonen und andere Lebensbereiche für die Bachbewohner mehr bilden.
Seine Struktur hat dort die Klasse 7.

Strukturgüteklasse 7 bedeutet :

übermäßig geschädigte Gewässerabschnitte. Begradigte und verbaute Fließstrecken, in denen die dynamische Eigenentwicklung zum Erliegen gekommen ist.
Eine Andere Definition der Strukturgüteklasse 7 bedeutet:
vollständig verändert.
Man hat nun versucht, die Veränderung des Baches durch das Anlegen künstlicher Biotope auszugleichen, das ändert aber nichts an der Tatsache, dass der Süstedter Bach selber eine schlechte Strukturgüte hat.

Die Wasserqualität hat in den genannten Stück die Güteklasse II und Güteklasse II-III.

Güteklasse II: mäßig belastet
kann noch als gut angesehen werden.

Güteklasse II-III: kritisch belastet
das bedeutet, dass der Bach stärker verunreinigt ist, hauptsächlich durch einen höheren Nährstoffgehalt der durch Eintrag von den umliegenden Feldern entsteht.

Schaut man sich die Gewässergütekarten an, stellt man fest, dass der Süstedter Bach keine Ausnahme bildet.
Fast alle Fließgewässer in der Region haben ähnliche Werte und sind gleichermaßen verbaut.

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